So schön!

Mein erster Puppenkurs ist gestern Abend zu Ende gegangen und es war so schön! Welch eine Freude, die Puppen langsam entstehen zu sehen, die Vorfreude vor jedem der drei Termine der Teilnehmer*innen zu erleben und das Staunen darüber, was man mit den eigenen Händen aus Wolle und Stoff so zaubern kann. Mich fasziniert immer wieder, wie verschieden die Puppen werden. Man sieht ihnen einfach an, dass sie schon eine Geschichte mit sich tragen, die Geschichte, wie sie entstanden sind, für wen sie gemacht wurden und natürlich tragen sie ganz viel von der Person in sich, die sie gemacht hat. 

Das Puppenmachen ist stets von Ruhe und etwas Friedlichem umgeben, wie ich finde: Gemeinsam um einen Tisch sitzen mit Tee und Gebäck (danke Tilli und Friede) und mit den Händen arbeiten, manchmal in angeregtem Gespräch, manchmal in aller Stille. Hin und wieder ein leises Fluchen, auch das gehört dazu ;-). Und all das und die schöne Atmosphäre haben dazu beigetragen, dass sich meine wahnsinnig große Aufregung schnell gelegt hat. Und so haben wir am ersten Abend den Kopf gefertigt (die Wollkugel war die größte Herausforderung) und die Glieder gestopft, am zweiten Abend Arme, Beine und Kopf an den Körper genäht und am dritten Abend gleich zu Beginn das Gesicht gestickt. Ich war begeistert über so viel Mut, Unbekümmertheit und Geschick beim Augensticken- da kann ich mir noch was abgucken! Und ganz am Ende, nachdem die Perücke festgenäht und die Haare eingeknüpft waren, kam noch etwas Wangenrot auf die Bäckchen. Fertig sind sie, diese wunderschönen Puppenkinder: